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Natihni

Ident. Nr.: VIII C 378

ObjID: obj:1617781

Credit: ehem. Bestand Berliner Anthropologische Gesellschaft, im Besitz SMB-PK, Ethnologisches Museum

Details (Expert)

Beteiligte
Fedor Jagor (30.11.1816 - 11/12.2.1900),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Indien,
Land
Uttar Pradesh,
Bundesstaat
Delhi,
Stadt
Material / Technik
Foto auf Karton aufgezogen
Abmessungen
Bildformat (Foto): 23,2 x 29,2 cm
Kartonformat (Foto): 31,1 x 40,3 cm

Objektbeschreibung

eine barfüßige Tänzerin in teilweise zerissenen Kleidern nimmt eine Tanzpose ein und breitet ihren Schleier mit beiden Händen über ihren Kopf auseinander, 2 ebenfalls barfüßige Musikanten mit Trommel und Streichinstrument hocken auf dem Teppich und schauen zur Tänzerin auf, vermutlich der selbe Ort wie bei P 4266, P 4265, P 4241 und VIII C 386. Die selbe Tänzerin ist auch auf der Doublette P 4265 und auf P 4241 zu sehen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.