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Blick vom Pfingstberg in Potsdam zur Pfaueninsel

Ident. Nr.: Top Potsdam

ObjID: obj:1618863

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Wilhelm Barth (01.01.1779 - 04.01.1852),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1834
Abmessungen
Blattmaß: 46,0 x 62,9 cm

Objektbeschreibung

Schon F. Nicolai rühmte im Todesjahr Friedrichs des Großen in seiner »Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam« die herrliche Aussicht von hier. Friedrichs Neffe und Nachfolger hatte bereits als Kronprinz in der Nähe am Ufer des Heiligen Sees einen Weingarten erworben, den er nach seiner Thronbesteigung durch Grundstückskäufe erweiterte und in einen sentimentalen Landschaftsgarten - den Neuen Garten - umgestalten ließ. Er beabsichtigte, auf dem Berg ein Belvedere zu bauen und den Garten bis dahin auszudehnen. Sein baldiger Tod verhinderte die Verwirklichung des Projekts. Die unruhigen Zeiten im Gefolge der Französischen Revolution gestatteten auch seinem Sohn, Friedrich Wilhelm III., nicht, den Aussichtspunkt architektonisch gestalten zu lassen. 1817 begnügte er sich mit dem Erwerb eines Weinberghauses am Berghang. Erst der Enkel Friedrich Wilhelms II., Friedrich Wilhelm IV., nahm das Projekt wieder auf. Das von ihm geplante Belvedere, zugleich Aussichtspunkt und Verkleidung des Wasserreservoirs für die Fontänen des Neuen Gartens, wurde erst 1849 angefangen zu bauen. Die berühmte Aussicht von ihm in die Havellandschaft, nach Sacrow, Klein-Glienicke und zur Pfaueninsel, gehörte ab 1961 zu den nicht erlaubten Blicken, war doch der Grenzverlauf von hier aus vorzüglich einzusehen.
Die Gouache entstand auf Veranlassung König Friedrich Wilhelms III. zu dem Zeitpunkt, als der genaue Standort der heutigen St. Peter- und Paulskirche festgelegt werden sollte, die als Pfarrkirche für die Bewohner der Pfaueninsel sowie der Dörfer Klein-Glienicke und Sacrow gedacht war. Zugleich sollte mit ihr die Havellandschaft geschmückt werden.

Text: Renate Kroll, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 380f., Nr. VII.28 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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