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Vogel-Drei

Ident. Nr.: 120-1890

ObjID: obj:1619591

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Meister der Spielkarten (1430-1450),
Stecher*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Vogel-Drei
Tod Mariens
Material / Technik
Kupferstich
Abmessungen
Höhe x Breite: 12,6 x 8,9 cm

Objektbeschreibung

Spätestens seit dem Ende des 14. Jahrhunderts spielte man nachweislich mit Karten, zunächst in höfischen Kreisen. Die frühesten erhaltenen Karten datieren von ca. 1430 und sind mit Deckfarben auf einen festen Karton gemalt (»Stuttgarter Kartenspiel«, Oberrhein). Der etwa zur gleichen Zeit einsetzende Bilddruck erlaubte es in der Folgezeit, dem großen Bedürfnis nach Spielkarten auch in anderen Bevölkerungsschichten durch Kupferstiche und Holzschnitte nachzukommen. Die auf Papier gedruckten Karten mußten auf einen festen Karton geklebt und präpariert werden, damit man sie zum Spielen gebrauchen konnte.
Einer der frühesten Kupferstecher erhielt seinen Notnamen nach einem gestochenen Kartenspiel mit fünf Farben zu je acht Zahlen- und vier Figurenkarten. Es sind nur etwa 70 Blätter erhalten, viele von ihnen als Unika. Die Vogel-Drei des Berliner Kabinetts gehört zur dritten Farbe. Während bei manchen Karten die Figuren stempelartig von verschiedenen Kupferplatten auf das Papier gedruckt wurden, liegt hier ein Druck von nur einer Platte vor.
Der Meister der Spielkarten war um 1440 am Oberrhein tätig und zählt zu den bedeutendsten Kupferstechern vor dem Meister E. S. Seine zart strichelnde Stichtechnik erinnert an gleichzeitige Silberstiftzeichnungen.

Text: Holm Bevers in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 95f., Kat. III.7 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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