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Ident. Nr.: III D 2999

ObjID: obj:1621849

Details (Expert)

Beteiligte
F. Wessel (1906),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Moçambique,
Land/Region
Azimba (?),
Ethnie
ehemalige Zuordnung: Shona (Mashona),
Ethnie
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 2,5 x 14 x 9 cm
Gewicht: 0,05 kg

Objektbeschreibung

Karteikarte (Musik): "Zupfzungenspiel. Auf einem Brett mit entfernt trapezförmigem
Grundriß sind sieben Eisenzungen befestigt. Sie werden von einem Messingdraht angebundenen Bügel gehalten, die gegen einen eisernen Steg und das Brettende klemmt. Verstimmbar. Länge: 13 cm Breite 9 cm"

Lamellophon mit fächerförmigem Korpus hat nur sechs Zungen. Vielleicht war es ein Kinderinstrument. Die Stimmung läßt sich kaum ermitteln. Form des Fächers sichere Zuordnung zu den Typen, die sich im Nordraum von Zimbabwe und über den mittleren Zambezi greifend entwickelten. Interessant ist die U-Form des Eisensteges - man ist also bereits von der geraden Form abgegangen (vgl. auch Exemplar III D 3000, Kat.-Nr. 123). Die Zuordnung auf dem Kärtchen ist interessant: „Simba", darunter steht aber noch „Maschona". Von Andrew Tracey war dazu leider kein Kommentar zu bekommen.

aus: Gerhard Kubik: Kalimba, Nsansi, Mbira - Lamellophone in Afrika: Veröffentlichungen des Museums für Völkerkunde Berlin (SMB), 1998 - Neue Folge 68 - Musikethnologie X, S. 227

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.