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Ident. Nr.: VII b 72 a,b

ObjID: obj:1633515

Details (Expert)

Beteiligte
Artur Simon (1938-2022),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Araber,
Ethnie
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 70,2 x 18,2 x 10,9 cm

Objektbeschreibung

Als Korpus eine Emailleschüssel mit abgeflachtem, achtfach perforiertem Boden und einer weit auf die Außenseite umgeschlagenen, angeleimten Fischhautmembran. Als Saitenträger ein ungleichmäßig runder Holzstab mit einer Eisenstange als Spießfortsatz. Zwei Saiten aus gedrehtem Nylonmaterial. Am oberen Stabende ein ausgesparter Wirbelkasten mit zwei von rechts und links hindurchgeführten, hölzernen Flankenwirbeln. Massive, zylindrische Wirbelköpfe. Am oberen Halsabschnitt eine mehrfache, die beiden Saiten einfassende Umwicklung. Ein plankonvexer Steg aus Pflanzenmark. Als unterer Saitenhalter eine vom Halsspieß bis an die Korpusdecke reichende Drahtschlinge. Eine gerade, annähernd plankonvexe Streichbogenstange aus Holz. Die Besaitung aus Nylonfasern ist an einem Stabende hinter einer Perforation zu einem Knoten geschlungen und am anderen im Auslauf einer um die Stange gewickelten Wollschnurschlinge festgeknotet. Hals und Wirbel schwarzgefärbt. Eine beschnitzte Halsspitze.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.