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Michel und seine Nachbarn I. Münchner Kriegsblätter. Ursteindrucke deutscher Künstler

Ident. Nr.: N (62 E 46) 735/1993

ObjID: obj:1648119

Details (Expert)

Beteiligte
Hubert Köhler (1920),
Drucker*in
Datierung
1914/18
Geografische Bezüge
Material / Technik
Lithografie auf Velinpapier
Abmessungen
Höhe x Breite: 44,5 x 30 cm

Objektbeschreibung

Hochformatiges, dreigeteiltes Blatt: Im Kopf der Titel, von zwei stilisierten Seepferdchen gerahmt, darunter sitzender, modern gestalte-ter Michel ohne Mütze, zufrieden auf ein Industrie- und Buaernidyll blickend, während sich hinter ihm die Schatten des Gallischen Hahns (mit Dolchsporen), des russischen Bären (mit Geißel) und des englischen Löwen (skelettartig mit einem Kriegsschiff) abzeichnen
Unter dem Bild: "Vor dem 1. August 1914. Erstes Kriegsflugblatt der Zeitschrift für Bücher und andere Dinge "der Zwiebelfisch". Aus dem Reinertrag befördert der Verla von Zeit zu Zeit Liebesgaben an unsere Krieger"

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."