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Großes Vorratsgefäß ("Meat jar")

Ident. Nr.: ÄM 29884

ObjID: obj:1716740

Details (Expert)

Beteiligte
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Weitere Titel
Sammlungstitel: Großes Vorratsgefäß ("Meat jar")
Übersetzung: Large storage vessel ("Meat jar")
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 72 x 44 cm

Objektbeschreibung

Aus dem Bereich der kleineren Gesellen- und Handwerkerwohnungen des Häuserkomplexes von P 47.1–3 stammen einige große Vorratsgefäße, deren genaue Fundposition allerdings nur sehr vage beschrieben und dokumentiert wurde, so dass eine genaue Zuweisung an die einzelnen Häuser schwer fällt. Nach den Angaben der Ausgräber waren die großen Gefäße meist in den Boden eingelassen und befanden sich zum Teil in kellerartigen Einbauten oder unter Treppenaufgängen. Charakteristisch für diese großen bauchigen Gefäße ist ihre Herstellung aus Wüsten- oder Mergelton, welcher sich für besonders hart gebrannte und widerstandsfähige Gefäße eignete. Zur Stabilisierung während des Trocknungsprozesses wurden die Gefäße mit Stricken umwickelt, deren Eindrücke sich deutlich auf der Oberfläche abzeichnen. Obwohl diese großen Behälter in der ägyptologischen Fachliteratur als „meat jars“, d.h. als „Fleischtöpfe“ bezeichnet werden, wurden in ihnen die unterschiedlichsten Lebensmittel aufbewahrt. Das Vorratsgefäß ÄM 29884 weist keinerlei Aufschrift oder Töpfermarken auf. Daher bleibt auch seine Bestimmung unklar.
Aus: Seyfried, F., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 286 (Kat.-Nr. 67).

Letzte Aktualisierung: 10.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).