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Ident. Nr.: D (Tracht)

ObjID: obj:1718620

Details (Expert)

Datierung
Anfang bis Mitte 20. Jh.
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 175 x 80 x 60 cm

Objektbeschreibung

Die Schwälmer Braut trägt 9 Röcke übereinander und repräsentiert damit die Wohlhabenheit ihrer Familie. Die Röcke haben z.T. grüne oder grün-lila Seidenbänder als Borten. Die Farben verweisen auf den Status der jungen Frau in der Dorfgemeinschaft, wo nach Mädchen rot, Bräute grün, jung verheiratete Frauen grün und später lila und ältere Frauen schwarz tragen. Die Farben zeigen sich nur im Bänderschmuck der Rockbesätze und an den Bändern der Brauthaube. Zur Festagstracht gehört ein in Sprengtechnik mit goldfarbenen Faden hergestellter, reich bestickter Brustlatz.
Der restliche Teil der Kleidung ist dunkel und erinnert an Kirchgangstrachten.
Die Braut trägt eine geschappelte Haube aus grün-roten Bändern, die mit Nadeln gesteckt ist. Auf der Stirn hat sie ein Gesteck aus grünen Glaskugeln, Flitter und einem Brautpaar aus Pappmaché. Im Rücken befindet sich das sogenannte Brett, ein Kragenmäntelchen aus zwei doppelten Bandfächern. Um den Hals hat sie eine Kette aus Bernstein und eine Kette aus bunten Glaskugeln. Sie trägt Schuhe mit aufwendigen Messingschnallen. Vor den Röcken hält sie ein besticktes Taschentuch aus blauem Leinen.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."