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Ident. Nr.: D (Tracht)

ObjID: obj:1718641

Details (Expert)

Datierung
Anfang bis Mitte 20. Jh.
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 200 x 70 x 50 cm

Objektbeschreibung

Der Schwälmer Bräutigam trägt weiße Wildlederhosen, ein Leibhemd, eine blaue Weste mit Goldknöpfen und einen längeren, schwarzen Gehrock (also den kompletten Abendmahlsanzug).
Als Schmuck steckt an seinem Dreimaster die hohe "Bräutigamslust", ein runder Aufsatz aus Goldfolie, Glaskugeln, Stoffblumen und Flitter. In der Mitte befindet sich, genau wie bei der Braut ein kleines, bemaltes Brautpaar. Darüber sind rote zur Schleife gelegte Seidenbänder befestigt. Solche Seidenbänder findet man ebenfalls am rechten Ärmel mit einem Sträußchen und an der linken Seite des Rockes, zusammen mit einem blau/grün seidenen Tuch und dem Bräutigamsstrauß.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."