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Esszimmerstuhl

Ident. Nr.: 1995,40

ObjID: obj:1719170

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Eduard William Godwin (1833 - 1886)
Ausführung: William Watt & Co.
Datierung
1867 - 1885
Material / Technik
Nadelholz, ebonisiert, Rohrgeflecht
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 89,5 x 42,5 x 38 cm

Objektbeschreibung

Der englische Architekt Edward William Godwin wurde ebenso durch seine Entwürfe für Möbel, Textilien und Tapeten berühmt. Hatte er sich wie viele seiner englischen Zeitgenossen zunächst mit der Gotik auseinandergesetzt, sollten ihn späterhin japanische Vorbilder inspirieren. In den 1860er Jahren begann Godwin Möbel mit japanischen Elementen zu entwerfen. Allerdings applizierte er nicht, wie die meisten seiner Zeitgenossen im Sinne des Historismus japanische Ornamentmotive auf seine Möbel, sondern setzte die ostasiatischen Elemente in der Möbelstruktur um.
Da Godwin nichts Passende für seine eigene Wohnung in London finden konnte, zeichnete er kurzerhand die Möbel selbst. Einige Entwürfe begann die Art Furniture Company Ende 1867 als „Anglo-Japanese-Furniture“ zu vermarkten. Dabei wurde der ebenfalls für das Esszimmer entworfene Stuhl mit Rückenlehne und Sitz aus Rohrgeflecht zum Verkaufsschlager. Im Katalog von William Watt’s Art Furniture Catalog ist er mit einem Preis von 1 Pfund 1 Schilling abgebildet. Mit kleinen Varianten wurde der Stuhl rund 15 Jahre produziert, aber auch plagiiert. STh

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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"Das Mogul Ganjifa ist das in Indien am weitesten verbreitete Spiel. Aus europäischer Sicht besonders ungewöhnlich ist die runde Form der Karten. Es besteht in der Regel aus acht unterschiedlichen Farben. Jede Farbe hat zwei Figurenkarten, König (Mir), dieser sitzt meist auf einem Thron und Minister (Wesir), reitend auf einem Pferd, Kamel oder Ochsen, sowie 10 Zahlenkarten. Die Werte der Zahlenkarten sind durch die Anzahl der Farbzeichen, welche aus stark stilisierten Gegenständen bestehen, gegeben. Farbzeichen sind zum Beispiel Taj (Krone), Chang (Leier), Surkh (Goldmünze oder Sonne) oder Safed (Silbermünze oder Mond).(...) Gerade in der Region Rajasthan, im Norden Indiens, sind besondere Varianten des Mogul Ganjifa nachweisbar, die sich durch besondere, oft auch regionale Details, von anderen Exemplaren unterscheiden."Quelle: Landesmuseum Würtenberg, https://bawue.museum-digital.de/object/695, (abgerufen am 6.5.2022)Das Spiel im Bestand des Kunstgewerbemuseums Berlin wird in einem Lackkästchen mit Schiebedeckel aufbewahrt, welches mit einem reichen Rankendekor verziert ist. Von den 96 Karten fehlen eine Zahlen- und eine Figurenkarte. Das Spiel wurde 1884 zusammen mit vielen weiteren Objekten von Emil Riebeck aus Halle erworben. Dieser war Ethnologe, Mineraloge, Naturforscher und Sammler. Im 19. Jahrhundert hatte er eine umfangreiche Sammlung von kunstgewerblichen Gegenständen aus Afrika, Arabien, Ostasien und Indien angelegt, von der Teile in verschiedenen deutschen Museen verwahrt werden.MAKR