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Ident. Nr.: I. 4651

ObjID: obj:1722788

Details (Expert)

Datierung
10./11. Jahrhundert
Datierung engl.: 10th - 11th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 14 cm
Breite: 16 cm
Tiefe: 7,5 cm
Gewicht: 382 g

Objektbeschreibung

Gegossene Öllampe aus einer Kupferlegierung mit durchbrochenem Dekor. Die Lampe hat die Form eines flachen Bootes mit drei parallelen Tüllen auf der einen Seite und zwei kurzen Tüllen auf der anderen. Das Ölreservoir und die vorderen Tüllen werden von einem Deckel abgedeckt, der mit einem Stift und zwei Scharnieren bewegt werden kann. Darüber lag eine zweite Schmuckplatte mit einem bogenförmigen Griff. Sie ist in durchbrochenem Dekor mit rechteckigen und halbkreisförmigen Elementen gearbeitet und steht heute auf Grund der Korrosion segelartig nach oben. Die Lampe steht auf vier kurzen Füßen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.