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Kleines Gefäß mit Reliefschmuck

Ident. Nr.: 3534

ObjID: obj:1722936

Details (Expert)

Datierung
römisch
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Ägypten
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 11 x 11,5 cm

Objektbeschreibung

Das kleine Gefäß aus hart gebranntem Ton mit reliefartig aufgetragenem Dekor in der Art von Zuckerbäckerei ist ein typisches Zeugnis der so genannten Barbotine-Ware. Auf eine ausgeformte, aber noch nicht gebrannte Tonware werden Verzierungen aus dickflüssigem Ton (Schlicker) aufgetragen. Die Technik wurde in Italien entwickelt und war insbesondere in der römischen Zeit verbreitet. Gefäße mit Barbotine-Verzierung wurden in Ägypten sowohl importiert als auch imitiert.
Bei diesem Becher aus hellem, dünnwandigen Ton handelt es sich um ein besonders hochwertiges Exemplar der Gattung. Der halbkugelige Gefäßkörper mit leicht geschweiftem Hals ruht auf einer schmalen Standplatte und ist an einer Stelle geflickt. Den Körper ziert ein Dekor aus Diagonalkreuzen mit tupfenartigen Enden im Wechsel mit Doppelkreisen aus gepunkteten Linien, die einen Punkt in der Mitte einschließen. Die Stelle, an der das Gefäß nach unten schmaler wird, markiert eine horizontale Linie aus gereihten Tupfen. Den Hals überziehen horizontale Rillen. Einige kleinere Fragmente mit in etwa vergleichbarem Dekor sind bei Grabungen in den 1960er Jahren in Antinoupolis (Mittelägypten) gefunden worden.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.