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SÜSSE GEDRUNCKEN SAVER BEZAHLT.

Ident. Nr.: D (8 E 356) 427/1964

ObjID: obj:1725256

Details (Expert)

Datierung
1704
Abmessungen
Höhe: mit Knauf: 35 cm

Objektbeschreibung

Hoher, gebauchter Krug mit mäßig hohem, etwas konischen Hals. Gegenüber dem Henkel kurze Röhrentülle. Die Kanne ist ockerfarben glasiert. Auf Hals und Bauch (obere Zone) Reliefauflagen, teilweise grau unglasiert, teilweise tiefblau, teilweise in Krugfarbe glasiert. Auf dem Hals Rauten mit Rosette, Ornamentzone der Bauchung oben und unten durch eine Reihe runder Plättchen abgegrenzt. Zwischen ihnen Gruppen aus je drei Blättern oder Blüten, zweimal das kurfürstliche, sächsische Wappen. Unter der Tülle Achteck mit Blumen aus Herz und Inschrift: SÜSSE GEDRUNCKEN SAVER BEZAHLT. Die abgeschlagenen Stellen des Standflächenrandes durch Zinnring verdeckt. Hochwandiger, glatter Zinndeckel mit kugeligem Knauf. Innen Marken, außen graviert: 39 J.G.H. 1704

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."