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Zwei Ikonen mit der Gottesmutter vom Kykloskloster und dem Heiligen Spiridon

Ident. Nr.: 11282

ObjID: obj:1787190

Details (Expert)

Datierung
verbale Datierung: 17./18. Jahrhundert
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Italien
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 22,5 x 30,5 x 6 cm (Rahmen)
Höhe x Breite x Tiefe: 13,7 x 10 x 1,3 cm (Heiliger Spiridon)
Höhe x Breite x Tiefe: 13,2 x 9,8 x 1,2 cm (Gottesmutter)

Objektbeschreibung

Der kunstvoll verzierte Rahmen fasst zwei Ikonen zusammen, die Maria mit dem Kind und den Heiligen Spyridon darstellen. Maria, welche ein roséfarbenes Maphorion mit Goldverzierungen trägt, hält ihr Kind etwas ungeschickt auf ihren Armen. Christus, der mit einem einfachen weißen Chiton bekleidet ist, hält in seiner Linken eine geöffnete Schriftrolle. Der auf der rechten Seite abgebildete Heilige Spyridon war der Legende nach ein einfacher Schafshirte, der dank seiner Nächstenliebe und seinem Gottesglauben zum Bischof von Trimythunt (Zypern) gewählt wurde. Auf dieser Abbildung ist er in ein reich verziertes Bischofsornat gehüllt, den Kopf bedeckt eine einfache Mütze. Spyridon erfährt als Schutzheiliger Korfus auf dieser Insel eine besonders große Verehrung.

Die Ikonen befinden sich als Dauerleihgabe im Ikonenmuseum der Stadt Frankfurt am Main.

(Lilli Keiner, 2020)

Letzte Aktualisierung: 24.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.