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Haus im Abbruch

Ident. Nr.: SZ Menzel Skb.31, S.76/77

ObjID: obj:1792382

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Adolph Menzel (1815 - 1905),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1868
Provenienz
Nationalgalerie, Sammlung der Zeichnungen,
bis 1992
Material / Technik
Bleistift auf Papier
Abmessungen
Blattmaß: 15,0 x 8,5 cm

Objektbeschreibung

Das mit 202 Seiten umfangreiche Skizzenbuch von 1868 handelt von der Reise nach Paris und vom Aufenthalt dort. Einige Jahre lang zehrte Menzel von diesen Eindrücken und verarbeitete sie in den daraufhin entstandenen Gemälden, etwa dem „Pariser Wochentag“ 1869 oder die „Erinnerung an den Jardin du Luxembourg“ 1872. Bis hin zu den Farben übernahm Menzel die hier festgehaltene, zimmerseitige Wand eines abgerissenen Hauses in den “Pariser Wochentag“. Das rasante Wachstum der Großstädte hatte ständiges Vergehen zur Folge – nur eine der Lebenswirklichkeiten Menzels, die er erstaunlich oft festgehalten hat.

Text: Andreas Heese, in: Adolph Menzel. Radikal Real. hg. von Bernhard Maaz, München, 2008, S. 90, Kat. 53

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)