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Lobpreisung Mariae

Ident. Nr.: 11285 a

ObjID: obj:1792605

Details (Expert)

Datierung
verbale Datierung: 16./17. Jahrhundert
Systematik/Art
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 17,3 x 13 x 1,6 cm

Objektbeschreibung

Maria thront, in ein goldenes Gewand gekleidet, mit ihrem Kind auf dem Schoß inmitten einer Schar von Engeln. Hinter der Gruppe sind das himmlische Jerusalem sowie am Rand Zweige als Hinweis auf den Paradiesgarten abgebildet. Vom unteren Teil des Bildes schauen Johannes der Täufer (rechts) und Johannes von Damaskus (links) zu Maria hinauf, beide halten Schriftrollen mit Hymnusversen und Zitaten. Im Hintergrund befinden sich zwei Gruppen mit Propheten und Mönchen. Darunter ist eine große Gruppe mit Vertretern der Menschheit positioniert, darunter Könige, Apostel und Propheten sowie fromme Männer und Frauen. Einige sind mit Namen bezeichnet, in der ersten Reihe stehen unter anderem Zacharias, David, Salomo, Basilius, Petrus und weitere Heilige.

Diese Tafel ist mit 11285 b Teil eines Triptychons. Diese Ikone als mittlerer Teil ist in ihren Darstellungen an einen Hymnus der Basilius-Liturgie der orthodoxen Kirche angelehnt und befindet sich als Dauerleihgabe im Ikonenmuseum der Stadt Frankfurt am Main.

(Lilli Keiner, 2020)

Letzte Aktualisierung: 24.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.