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Firstleiste (?) mit Löwenköpfen

Ident. Nr.: W-1969,17

ObjID: obj:1819168

Details (Expert)

Datierung
Datierung: 1. Hälfte 13. Jahrhundert
Abmessungen
Objektmaß: 2 x 14,5 x 1,9 cm

Objektbeschreibung

Die an ihrer Unterseite abgeflachte, nach oben in gestraffter Bogenform schlicht profilierte Leiste endet links und rechts jeweils in einem Löwenkopf mit leicht geöffnetem Maul, in welchen die Eckzähne sichtbar werden. Gebohrte Pupillen und kräftig geschwungene Brauenbögen verleihen beiden Tierköpfen eine kraftvoll entschlossen wirkende Mimik.
Die Gestalt der allseits bearbeiteten Leiste sowie die Fragmente von zwei paarweise links und rechts an ihrer planen Unterseite befindlichen Eisennägeln machen deutlich, dass es sich bei dem Werkstück ursprünglich wohl um den oberen Abschluss eines mehrteiligen Gerätes, am ehesten wohl um die Firstleiste eines schrein- oder bursenförmigen Behältnisses, gehandelt haben wird. Das Objekt zeigt zwar kein Osteodentin, dennoch darf die visuelle Bestimmung des Materials als Walrosszahn als sehr wahrscheinlich gelten. Spuren von Polychromie sind nicht vorhanden.
Das Werk ist weitgehend unversehrt erhalten, an beiden Köpfen befindet sich im oberen Bereich der Mähne jeweils eine flache Materialabplatzung. LL

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR