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Rahmen

Ident. Nr.: O-1967,24

ObjID: obj:1830310

Details (Expert)

Datierung
Herstellung: um 990
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Trier,
Stadt
Abmessungen
Objektmaß: 12 x 10,3 cm

Objektbeschreibung

Der kostbare kleine Rahmen besteht aus drei Zonen: Das äußere Goldblechband trägt an den Ecken gemugelte Saphire in Kastenfassungen, an deren Basen Perldrähte umlaufen. Nach Beschädigungen des Werkes am Ende des Zweiten Weltkrieges fehlt einer der Steine. Die Mitte der Seitenflächen ist jeweils durch eine ähnlich gefasste Perle besetzt. Zwischen den Fassungen bilden aufgelegte Filigrandrähte gegenständige Herzblüten, die an den Schmalseiten geschlossene, an den Langseiten aber offene Formen zeigen. Die Filigranornamente umschließen mit ihren Spitzen herzförmige Almandine, von denen noch zehn erhalten sind. Die mittlere Zone des Rahmens wird durch identisch geformte Goldzellenschmelze gebildet, die an einer der Schmalseiten seit 1945 fehlen. Ihr geometrisches Muster, Ringe mit tropfenförmigen Ecksporen denen mittig Rauten eingeschrieben sind, ist weiß ausgeschmolzen und hebt sich kräftig von den alternierenden Hintergründen in transluzidem Grün und Blau ab. In der Reihung ergibt sich einer der edelsten Zellenschmelzdekore, die sich aus ottonischer Zeit erhalten haben. Innen wird der Rahmen durch ein schmales gewelltes Goldblech abgeschlossen.
Die kontrastreichen Schmelzarbeiten ebenso wie der Filigrandekor und die Form der Fassungen schließen den Berliner Rahmen unmittelbar an die Hauptwerke einer unter Erzbischof Egbert (Ep. 977–993) in Trier tätigen Werkstatt an, aus welcher der Egbertschrein im Trierer Domschatz, das Petrusstab-Reliquiar im Limburger Domschatz und der Deckel des Echternacher Codex Aureus im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg stammen. Ungeklärt ist die ursprüngliche Verwendung des preziösen Rahmens, er könnte sowohl von einem Buchdeckel wie von einem Reliquiar oder Tragaltar stammen. L

Letzte Aktualisierung: 22.04.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR