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Teile eines Chorgestühls aus der ehemaligen Zisterzienser-Abteikirche zu Altenberg bei Köln

Ident. Nr.: 1872,683

ObjID: obj:1837998

Details (Expert)

Datierung
um 1300
Material / Technik
Eichenholz, geschnitzt
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 177 x 340 x 58 cm

Objektbeschreibung

Das nur fragmentarisch erhaltene Chorgestühl aus dem Altenberger Dom ist für die museale Aufstellung vereinfacht ergänzt worden. Seine Bedeutung als eines der schönsten Beispiele rheinländischen Kirchenmobiliars der Zeit um 1300 beruht vor allem auf der hohen Qualität seines Schnitzwerks. Darstellungen christlicher Symbole – wie der seine Jungen mit dem eigenen Blut wiederbelebende Pelikan –,dämonischer Wesen und dramatischer Daseinskämpfe sind verwoben in einen üppig über die Gestühlswangen wuchernden Dekor aus Eichen- und Weinlaub. LL

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa