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Skizzenbuch mit 20 Blatt / 40 Seiten (davon 15 bezeichnete Seiten)

Ident. Nr.: SZ Menzel Skb.1795

ObjID: obj:1838616

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Adolph Menzel (1815 - 1905),
Zeichner*in
Systematik/Art
Provenienz
Emilie Krigar-Menzel,
1905 bis 1907
Nachlass/Vermächtnis: Otto Krigar-Menzel,
1907 bis 27. Oktober 1929
Nachlass/Vermächtnis: Jacoba Krigar-Menzel,
seit 27. Oktober 1929
Reinhold Puppel, Quedlinburg,
bis März 1944
Kauf: Nationalgalerie, Sammlung der Zeichnungen,
März 1944 bis 1992
Überweisung: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin,
seit 1992
Abmessungen
Blattmaß: 10,3 x 18,6 cm
Erwerbung
Im März 1944 angekauft bei Reinhold Puppel, Quedlinburg.

Letzte Aktualisierung: 03.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Ansicht der Stadt Olevano (Provinz Rom, Italien) mit dem Regenbogen

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Nahezu während der ganzen Dauer seines jahrzehntelangen Lebens in Rom beschäftigte sich Joseph Anton Koch mit dem Thema Olevano, nachdem er schon 1804 zum künstlerischen Entdecker dieser malerischen Bergstadt geworden war. [...] Fast am Ende einer langen Entwicklung stellt er mit dem vorliegenden Blatt das malerische Sujet in überhöhter, komponierter Übersichtlichkeit dar. Aus vorausgegangenen Naturstudien vom gleichen Standort, von der Casa Baldi aus aufgenommen, die den deutschen Künstlern häufig als Unterkunft diente, gelingt dem Künstler eine Summe seiner Eindrücke. Mit den Mitteln der Vordergrundgruppen, der seitlichen Bäume, des übergreifenden Regenbogens, schließlich der Wolkenbildungen wird Bildmäßigkeit und Wirkung erzielt. Ein kleinerer Entwurf (Kupferstichkabinett, ID-Nr. SZ Koch 19) wird mit unserem Blatt zu Klarheit und Räumlichkeit geführt, wozu die meisterhaft eingesetzten Wirkungen von Licht und Schatten viel beitragen, so daß eine vollendete Zeichnung klassischer Landschaftsauffassung entstand. Für Kochs, aus souveräner Kenntnis urteilenden Biographen, Otto v. Lutterotti, ist sie »...in Komposition und Auffassung, Format und Durchführung wohl der schönste Hymnus, den Koch auf sein geliebtes, hochgebautes Bergnest angestimmt hat. Das Städtchen mit der verfallenen Burg der Colonna ist organisch wie ein Kristall dem Felsen entwachsen, im Vordergrund die ländliche Szene am Brunnen, das Ganze zusammengefaßt vom Regenbogen.«Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 360., Nr. VII.5 (mit weiterer Literatur)