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Stehender weiblicher Akt

Ident. Nr.: NG 27/64-44

ObjID: obj:1840058

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Käthe Kollwitz (1867 - 1945),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1904-1906
Geografische Bezüge
Berlin,
Stadt
Provenienz
Käthe Kollwitz (1867-1945),
bis 1945
Nachlass/Vermächtnis: Hans Kollwitz (1892-1971),
1945-1964
Schenkung: Nationalgalerie Berlin (West),
1964-1986
Abmessungen
Objektmaß: 65 x 40,5 cm

Objektbeschreibung

Diese freizügig und expressiv aufgefaßte Studie nach einem jungen, sehr schlanken Modell gehört zu einer Serie von rund vierzig weiblichen und gelegentlich männlichen Akten [...], die aufgrund ihrer auffälligen Häufung und vor allem
des ihnen gemeinsamen lockeren Duktus dem weiteren Umkreis eines längeren Paris-Aufenthaltes im Jahre 1904 zugeordnet werden. Hiervon besitzt das Berliner Kupferstichkabinett eine größere Anzahl von Blättern (16 Blatt aus dem Bestand
der Neuen Nationalgalerie). Aufgrund fehlender Anhaltspunkte wie vor allem fester Datierungen läßt sich eine genauere Gruppierung des Materials in vor bzw. nach dem Paris-Aufenthalt entstandene Studien bisher nicht vornehmen.
In Paris besuchte die Künstlerin die Bildhauerklasse der Academie Julian, wo sie auch ausgiebig das Aktzeichnen betrieb. 
Von größter Einprägsamkeit war die Begegnung mit dem Bildhauer Auguste Rodin, den Käthe Kollwitz zweimal im Atelier besuchte.

(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 96-97, Kat.-Nr. 112)

Letzte Aktualisierung: 09.01.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)