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gimbri

Ident. Nr.: III B 998

ObjID: obj:184886

Details (Expert)

Beteiligte
Max von Quedenfeldt (1851 - 18.9.1891),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Algerien,
Land/Region
Medéah,
Stadt
Araber,
Ethnie
Material / Technik
Holz; Horn; Baumwolle
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 45,5 x 12,3 x 7 cm

Objektbeschreibung

Klänge der Welt, Musikinstrumente aus Knochen, Horn und Elfenbein, 21.1. - 21. 6. 1998 Sonderausstellung im Studio Museum f. Völkerkunde:

"Gumbri (Algerien), Gimbri (Tunesien) Schalenspießlaute: werden in Nordafrika häufig von wandernden Musikern gespielt. Ein Schildkrötenpanzer dient als Resonator. Die hinterständige Position der Wirbel ist für viele nordafrikanischen Lautenformen typisch. Die wandernden Musikanten spielen anläßlich religiöser Festtage und auf Märkten, Dabei erklingen die Instrumente überwiegend zum Gesang."

Als Korpus eine längsovale Schildkrötenpanzer-Schale mit angeleimter Hautmembran. Als Saitenträger ein Rundholzstab, der, auf dem Schalenrand aufliegend, unter die Membran fährt und mit seinem an Umfang reduzierten Spießfortsatz die Korpuswand durchbohrt. Zwei quirlständig angeordnete, hinterständige Holzwirbel mit abgeflachtem, tropfenförmigem Wirbelkopf. Ein Wirbel, die fehlenden Saiten, die saiteneinfassende Halsumwicklung und der Steg wurden ergänzt. Der Saitenträger ist zusätzlich mit einem Eisennagel am Resonator befestigt. Eine mehrfarbige Bemalung des Saitenträgers und der Korpusdecke mit floralen und anderen Motiven auf silbernem, blauem und rotem Grund. Eine dekorativ gedrechselte Halsspitze.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 24.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}