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Herkules mit Löwe

Ident. Nr.: 726

ObjID: obj:1849847

Details (Expert)

Beteiligte
Christoph Maucher (24.10.1642)
Datierung
Datierung: 1700
Material / Technik
Elfenbein, Holz (Sockel)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 26,9 x 13,8 x 12,4 cm (ohne Sockel)
Höhe x Breite x Tiefe: 35,3 x 14 x 14 cm (mit Sockel)
Gewicht: 2545 g (Skulptur)
Gewicht: 544 g (Sockel)
Gewicht: 3088,8 g (Gesamt)

Objektbeschreibung

Die aus einem Stück Elfenbein geschnitzte Figurengruppe gehört zu den eindrucksvollsten deutschen Kleinbildwerken. In dieser vollplastischen Komposition vereinte der Bildschnitzer gleich zwei der zwölf sonst einzeln dargestellten Taten des mythologischen Helden Herkules. Mit stoischer Ruhe würgt er den durch sein dickes Fell als nicht besiegbar beschriebenen Nemeischen Löwen, während er, anscheinend völlig unbeeindruckt, der Hydra von Lerna den Kopf mit dem Fuß zu Boden drückt. Der Sage nach hatte die Hydra neun Köpfe, und für jeden abgeschlagenen Kopf erwuchsen ihr zwei neue. Der Künstler tritt auf eines der Häupter, das mit weit aufgerissenem Maul einen schrillen Schrei auszustoßen scheint. Die Skulptur beeindruckt nicht allein aufgrund ihrer überaus präzisen und lebensnahen Ausarbeitung, sondern vor allem auch durch ihre rafinierte Komposition, die den Betrachter zum Umschreiten der Gruppe animiert.
Aufgrund seiner unbezwingbaren Stärke entwickelte sich der tugendhafte Held bald zur Identifikationsfigur zahlreicher Herrscher. Im Zeitalter des Barocks waren daher Darstellungen mit den Taten des Herkules begehrte Sammelobjekte in den Kunstkammern zahlreicher Herrscherhäuser - so auch in Brandenburg-Preußen. Die hier vorgestellte Elfenbeingruppe galt lange als ein Werk Andreas Schlüters, von dem überliefert ist, dass er auch in Elfenbein gearbeitet habe. Erst 1933 konnte Rudolf Verres anhand eines aufgefundenen Dokumentes nachweisen, dass sie von Christoph Maucher geschaffen wurde.

Letzte Aktualisierung: 28.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.