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Geisha am Ufer des Sumida-Flusses

Ident. Nr.: 2009-124

ObjID: obj:1851184

Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann

Details (Expert)

Beteiligte
Teisai Hokuba 蹄斎北馬 (1771 - 1844),
Maler*in
Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
Bunsei-Tenpo-Ära
Weitere Titel
Sammlungstitel: Geisha am Ufer des Sumida-Flusses
Stehende Schönheit
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Bildmaß: 94,5 x 34,4 cm
Erwerbung
Schenkung 2009

Objektbeschreibung

Der als einer der besten Schüler Katsushika Hokusais (1760–1849) unter dem Künstlernamen Teisai Hokuba bekannte Militäradlige Hoshino Mitsutaka stand einige Jahre im Dienst der Familie Tokugawa und mag seinem Rang entsprechend wohl zunächst bei einem Maler der akademischen Kano-Schule studiert haben. Unter Hokusais Einfluss wandte er sich aber bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts der Buchillustration und den Themen der „Fließenden Welt“ zu, scheint aber nur wenige, meist privat publizierte (j. surimono) Holzschnitte geschaffen zu haben. Effektvoll präsentiert er auf zahlreichen Bildern in bunter Feinmalerei ausgeführte Figuren vor einer nahezu monochromen Tuschelandschaft. Diese am Ufer des Sumida-Flusses in der Stadt Edo spazierende Geisha ist in einen prachtvollen Kimono gekleidet, dessen Saum Forellen zwischen stilisierten Wellen zeigt. Die frühlingshafte Komposition ist umrahmt von einem blühenden Kirschbaum sowie einer Uferlandschaft mit einem Shinto-Schrein im Hintergrund. Das British Museum besitzt eine nahezu identische Komposition, auf welcher der Baum allerdings winterlich kahl ist.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Kaiserlicher Thronsitz

Kaiserlicher Thronsitz

Der Thronsitz und der zugehörige dreiteilige Paravent stellen unter den erhaltenen Arbeiten mit Perlmuttereinlagen aus den kaiserlichen Werkstätten das Hauptwerk der beginnenden Ära Kangxi (1662–1722) dar. Die reichen szenischen Darstellungen auf den goldgrundigen Bildfeldern der Schauseiten gelangen durch die virtuose Anwendung von zahllosen rosa, violett und grün changierenden Perlmutterteilchen (frz. laque burgautée) zu einem Farbspiel von grandioser Wirkung. Sie wird gesteigert durch die in großer Mannigfaltigkeit gestalteten Bordüren des Rahmenwerkes, die eine staunenswerte technische Meisterschaft und Größe des künstlerischen Entwurfs offenbaren. Die verschwenderische Fülle des Dekors dieses Ensembles bringt Wünsche für langes Leben und Glück verheißende Botschaften aller Art zum Ausdruck Das Hauptthema der Bildfelder auf den Innenseiten von Arm- und Rückenlehnen des Thronsitzes sowie der drei großen Bildfelder der Schauseite des Paravents ist das daoistische »Westliche Paradies«, das von Xiwangmu, der Königinmutter des Westens, beherrscht wird. Ausschnitthaft geben die Darstellungen auf dem Thronsitz die Gebirgs- und Seenlandschaft mit Terrassen, Pavillons und Palästen wieder, die auf dem Paravent in voller majestätischer Große erscheint. Gezeigt wird die Ankunft der Königinmutter des Westens, Xiwangmu, die auf einem Phönix reitend in die Paradieslandschaft herabkommt, wo die Unsterblichen ihrer harren. In den Darstellungen auf dem Thronsitz und dem Paravent erwarten sie die »Acht daoistischen Unsterblichen« an prominenter Stelle. Auf der Mitteltafel des Paravents sind sie auf der großen zentralen Terrasse vereint, zahlreiche weitere Unsterbliche beleben zu Wasser und zu Lande die paradiesische Landschaft. Auf den beiden Innenseiten der Thron-Armlehnen schreiten jeweils vier der »Acht daoistischen Unsterblichen« auf die zentrale Terrasse zu, wo die Göttin erwartet wird. Thronsitz und Paravent wurden 1924 durch einen französischen Kaufmann von chinesischen Vorbesitzern in Tianjin, Provinz Shandong, erworben. Wie aus einem damals beigegebenen chinesischen Dokument hervorgeht, stammt das Ensemble aus dem kaiserlichen Reisepalast von Panshan im Bezirk Jizhou, Provinz Zhili (heutige Provinz Hebei), den die Mandschu-Kaiser auf ihren Reisen in ihre Sommerfrische in Chengde, etwa 250 Kilometer nordöstlich von Beijing, benutzten. Unter den Kaisern Kangxi (reg. 1662–1722), Yongzheng (reg. 1723–1735) und Qianlong (reg. 1736–1795) erlebte China eine mehr als hundertjährige Blütezeit und erreichte die größte territoriale Ausdehnung in seiner Geschichte. Die Einzigartigkeit und Erhabenheit der Kaiser fand auch in der Bildkunst ihren Niederschlag. In vielfältigen Rollen kaiserlicher Repräsentation begegnen uns auf zahlreichen Bildern die Kaiser thronend in prächtiger Staatsrobe, bei kaiserlichem Zeremoniell, als Literaten und Connaisseure, als Jäger und auch als religiöse Heilsgestalt. Das Thema auf dem Thronsitz und Paravent lässt die herrscherliche Autorität der sich auf das Mandat des Himmels gründenden Regierung des Kaisers in besonderem Lichte erscheinen und unterlegt den Wunsch, dass sie ewig währen möge. Nahm der Kaiser auf dem Thronsitz Platz, saß er im Zentrum des Paradieses der Unsterblichen und wurde sozusagen ein Teil desselben. [SM8HF]