Fischerboot auf reißendem Bergstrom
Ident. Nr.: 2009-129
ObjID: obj:1851243
Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Edo (Tokugawa)-Zeit2. Hälfte 18. Jh.
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Hängerolle, Tusche und Farben auf Seide
- Abmessungen
- Bildmaß: 115,8 x 31,8 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1851243
Objektbeschreibung
In geduckter Haltung versucht ein Fischer gegen die Stromschnelle zu wirken, die sein Boot in rasantem Tempo um eine scharfe Kurve zwischen zwei Felsblöcken stromabwärts zieht. Mit flüssigen, beschwingten Linien vermag der Maler überzeugend die Kraft des reißenden Bergstromes zu suggerieren. Kurze, etwas nachlässige Striche umreißen die massiven Felsblöcke, deren Plastizität durch helle Strukturstriche erzeugt wird. Der extensive Gebrauch von weichen Lavis und die erfrischenden Grüntöne verleihen der Darstellung den für Goshun typischen Lyrizismus. Sowohl in der Wahl des Bildthemas wie auch in der Pinselsprache lassen sich die Einflüsse seines Lehrers, des berühmten Dichter-Malers Yosa Buson, deutlich erkennen.
Das in chinesischem Stil verfasste Aufschriftgedicht des konfuzianischen Gelehrten und Lehrers an der auch Mitgliedern der Kaufmannsschicht höhere Bildung vermittelnden Kaitokudō-Akademie in Osaka, Nakai Chikuzan (1730–1804), spielt auf die verheißungsvolle chinesische Legende vom Fischerjungen an, der zufällig in das Tal der Unsterblichen am Pfirsischblütenquell gelangte. Insofern enthält diese so naturnah erscheinende Szene Elemente einer von literarischen Quellen gespeisten Ideallandschaft.
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Asiatische Kunst
E-Mail:
aku@smb.spk-berlin.de