Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Herstellung: 1602
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Kupferstich auf Papier (vergé)
- Abmessungen
- Blattmaß: 51,6 x 37,6 cmPlattenrand: 51 x 36,5 cmWasserzeichenmaß: ca. 11,5 x 8,3 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1851700
Objektbeschreibung
Die Hydra, ein vielköpfiges Ungeheuer der antiken Mythologie, lebte in den Sümpfen von Lerna. Wenn sie einen Kopf verlor, wuchsen zwei neue nach – ein Gleichnis für eskalierende, nicht einzudämmende Situationen. Die Hydra wurde von Herkules getötet, indem er sie mit unbezwingbarer Stärke packte, die Köpfe mit seiner Keule abhieb und die enthaupteten Hälse ausbrannte, sodass keine Köpfe mehr nachwuchsen. Anschließend tauchte Herkules, dem elf weitere Aufgaben auferlegt waren, seine Pfeile in das Gift der Wasserschlange. Der Kupferstich entstand nach der großen Bronzeskulptur des Adriaen de Vries für den Herkulesbrunnen in Augsburg. Die ineinander verschränkten Körper modellierte Muller, der bei Goltzius gelernt hatte, virtuos mit Schraffuren, an- und abschwellenden Linien.
Letzte Aktualisierung: 19.05.2026
Kontakt
Einrichtung:
Kupferstichkabinett
E-Mail:
kk@smb.spk-berlin.de