Zwei Pfaue
Ident. Nr.: 3606
ObjID: obj:1852611
Schenkung Marie Meyer und Ernst Grosse
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Edo (Tokugawa)-Zeit2. Hälfte 18. Jh.
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Hängerolle, Tusche und Farben auf Seide
- Abmessungen
- Bildmaß: 123,7 x 48,4 cmHöhe x Breite: 217 x 70 cm (Montierung)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1852611
Objektbeschreibung
In der detaillierten, farbenprächtigen Manier der Blumen- und Vogelmalerei, die sich im 18. Jahrhundert unter chinesischem Einfluss in Nagasaki entwickelte, ist hier ein auf dem Stamm eines blühenden Baumes sitzendes Pfauenpaar gegeben. Die minutiöse Schilderung ihres Gefieders sowie der Knospen und Blüten bezeugt das hohe technische Niveau des Malers Iwai Kōun. Seine Biographie gibt allerdings Rätsel auf. Bekannt ist lediglich, dass er bei Yūhi (1712–1772) studiert haben soll. Yūhi entstammte einer in Nagasaki ansässigen Familie, die als Dolmetscher für Chinesisch tätig war. Nagasaki beherbergte in der Tokugawa-Zeit (1600–1868) die einzigen Handelsniederlassungen von Chinesen und Niederländern in Japan. Es war somit nahezu der einzige Ort, an welchem unmittelbar Wissen über die europäische bzw. chinesische Kultur erworben werden konnte. Yūhi studierte Malerei bei dem Chinesen Shen Quan (Beiname: Nanpin, tätig 1. Hälfte 18. Jh.), der sich 1731–1733 in Nagasaki aufhielt und als Begründer dieser Form der Blumen- und Vogelmalerei gilt. Das gesamte 18. Jahrhundert hindurch erfreute sich dieser Stil bei Amateurmalern, insbesondere aus der Schicht der Provinzfürsten, großer Beliebtheit.
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Asiatische Kunst
E-Mail:
aku@smb.spk-berlin.de