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Fliese mit steigendem Greif

Ident. Nr.: 1875,162

ObjID: obj:1855051

Details (Expert)

Datierung
zwischen 1438 und 1493
Abmessungen
Objektmaß: 21,3 x 21,5 x 3,7 cm

Objektbeschreibung

In einem quadratischen Rahmen steigt nach links ein Greif mit erhobener Flügelschwinge auf. Sein Körper ist länglich gestreckt, seine Brust hervorgewölbt, sein Kopf klein. Auf dem Haupt sind zwei spitze, leicht geschwungene Ohren und in seinem geöffneten Schnabel erscheint seine Zunge. Auf Schwinge und Brust sowie am Hals wird das Gefieder durch Dreiecke oder versetzte Rauten angedeutet. Der Schweif schwingt zwischen den Hinterläufen entlang nach oben; von ihm gehen mehrere Strähnen ab, das Ende ist nicht mehr erkennbar. Die starken Tatzen sind mit spitzen Krallen ausgestattet. In dem Freiraum unten befindet sich eine Blattranke. Der Rest ist mit Blüten gefüllt, die aus drei oder sechs Punkten gebildet werden. Die stilisierten Stängel gehen vom Rahmen ab.
Vermutlich aus Kempten, vom Grundstück Rathausstraße 20.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR