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Fliese mit Ritter zu Pferde

Ident. Nr.: 1884,1755

ObjID: obj:1855075

Details (Expert)

Datierung
zwischen 1242 und 1261
Abmessungen
Objektmaß: 13,5 x 13,5 x 2,6 cm

Objektbeschreibung

In einem quadratischen Rahmen erscheint ein Ritter auf einem nach rechts galoppierenden Pferd. Er trägt einen Topfhelm, eine Lanze in der Linken und einen Spitzschild in der Rechten. Sein rechtes Bein ist diagonal nach vorn gestreckt. Das schematisch dargestellte Pferd hat lange, spitze Ohren, die Vorderläufe sind im Galopp erhoben. Eine Schabracke liegt auf dem Rücken des Pferdes, die durch den Sattel in zwei Teile getrennt erscheint. Sie endet in drei langen, spitzen, herabhängenden Zipfeln.
Aus der Kirche des Kollegiatstifts St. Andreas zu Worms oder aus Bacharach.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa