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Fliese mit Darstellung eines Falkners

Ident. Nr.: 1928,201

ObjID: obj:1855095

Details (Expert)

Datierung
letztes Viertel 15. Jahrhundert
Abmessungen
Objektmaß: 13,4 x 13,3 x 3,1 cm

Objektbeschreibung

Die Darstellung ist diagonal auf der Fliese ausgerichtet und zeigt einen stehenden Mann. Sein rechtes Bein ist als Spielbein leicht eingeknickt, sein Rumpf leicht nach rechts gedreht, wohingegen der Kopf sich nach links wendet. Seine Linke ist ausgestreckt, auf ihr hat ein Greifvogel Platz genommen, der den Mann als Falkner kennzeichnet. Die Linke des Mannes, die einen Stab fest umfasst, ist gegen die Hüfte gestemmt. Seine Füße sind in höfischer Manier voneinander abgewendet. Er trägt einen Wams mit gefaltetem Rock. Sein Haar ist etwas überschulterlang. Auf dem Haupt ist ein Hut schräg aufgesetzt.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR