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Fliese mit Hauszeichen des Kölner Bürgermeister Johannes Maes (?)

Ident. Nr.: F 2562 c

ObjID: obj:1855100

Details (Expert)

Datierung
1571
Abmessungen
Objektmaß: 14,4 x 14,3 x 2,4 cm

Objektbeschreibung

Die Fliese wird gänzlich von einer Tartsche eingenommen, deren obere Eckkartuschen gespaltet und gegenläufig eingerollt sind. Der Grund ist gestuft. In der Schildmitte ist eine auf dem Kopf stehende „1“, an deren Spitze ein „M“ angebracht ist. Von der Stabmitte der „1“ geht nach rechts ein annähernd griechisches Kreuz und nach links zwei geschwungene Linien, die mit dem Stab ein „K“ bilden. Auf Höhe dieser Abgänge ist rechts ein „C“ und links ein „M“. Unter diesen beiden Buchstaben ist durch Rauten und den Mittelteil getrennt die Datierung „1571“ angebracht. In den Zwickeln zwischen Schild und Fliesenecken sind kleine Dreipässe eingefügt.
Aus Köln, vermutlich vom Wohnhaus des Johann Maes und seiner Gemahlin Catharina von Merhem.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa