sog. Hansekanne
Ident. Nr.: O-1969,25
ObjID: obj:1860814
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Datierung
- Anfang 16. Jahrhundert
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 19,7 x 9,3 cm (Fuß)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1860814
Objektbeschreibung
Bauchige Kannen und -krüge mit Klappdeckeln aus Zinn fanden im ausgehenden Mittelalter weite Verbreitung. Sie dienten als Schank- bzw. Trinkgefäße für Wasser und Wein. Da sie besonders im norddeutschen und baltischen Raum verbreitet waren, werden sie auch zusammenfassend als Hansekannen bezeichnet.
Bei zahlreichen dieser Gefäße befinden sich im Inneren - meist auf dem Boden, gelegentlich auch an der Unterseite des Deckels - angebrachte Reliefmedaillons mit christlichen Darstellungen: häufig die Kreuzigung Christi, seltener ein Agnus Dei, die Muttergottes oder Heiligenfiguren, gelegentlich auch Pilgerzeichen. Solche religiösen Zeichen in profanen Gefäßen sollten apotropäisch - also Unheil abwendend - wirken. Bei diesem aus Neiße (Schlesien) stammenden Deckelkrug zeigt das schlecht erhaltene Medaillon am Boden wohl den Evangelisten Markus. Lothar Lambacher
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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