Logo

sog. Hansekanne

Ident. Nr.: O-1969,25

ObjID: obj:1860814

Details (Expert)

Datierung
Anfang 16. Jahrhundert
Material / Technik
Zinn, gegossen
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 19,7 x 9,3 cm (Fuß)

Objektbeschreibung

Bauchige Kannen und -krüge mit Klappdeckeln aus Zinn fanden im ausgehenden Mittelalter weite Verbreitung. Sie dienten als Schank- bzw. Trinkgefäße für Wasser und Wein. Da sie besonders im norddeutschen und baltischen Raum verbreitet waren, werden sie auch zusammenfassend als Hansekannen bezeichnet.
Bei zahlreichen dieser Gefäße befinden sich im Inneren - meist auf dem Boden, gelegentlich auch an der Unterseite des Deckels - angebrachte Reliefmedaillons mit christlichen Darstellungen: häufig die Kreuzigung Christi, seltener ein Agnus Dei, die Muttergottes oder Heiligenfiguren, gelegentlich auch Pilgerzeichen. Solche religiösen Zeichen in profanen Gefäßen sollten apotropäisch - also Unheil abwendend - wirken. Bei diesem aus Neiße (Schlesien) stammenden Deckelkrug zeigt das schlecht erhaltene Medaillon am Boden wohl den Evangelisten Markus. Lothar Lambacher

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen