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Rakan (Sanskrit: Arhat)

Ident. Nr.: 2009-161

ObjID: obj:1877717

Details (Expert)

Datierung
Kamakura-Zeit
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Höhe x Breite: 61,4 x 39,6 cm

Objektbeschreibung

In den Lehren des Mahayana-Buddhismus gelten Rakan (Sanskrit Arhat, c. Luohan) als vorbildliche Wesen, welche die buddhistische Lehre in der Zeit zwischen dem Eingehen des historischen Buddha Shakyamuni ins Nirvana und dem Erscheinen des zukünftigen Buddha Maitreya bewahren. Häufig treten sie in Gruppen von 16, 100 oder 500 Personen auf. Chinesische Luohan-Darstellungen wurden von japanischen Mönchen anlässlich ihrer Studienaufenthalte auf dem Festland sukzessive nach Japan eingeführt. Als Quelle für Maltechniken und die Ikonografie exotischer Bildmotive spielten die chinesischen Modelle eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der sakralen Figurenmalerei und Porträtkunst in Japan. Interessant sind im vorliegenden Beispiel neben der durch Bart, lange Augenbrauen und einen Ohrring als nicht aus China oder Japan stammend charakterisierten Figur des alten Mannes auch die Assistenzfigur und Attribute wie der Schreibtisch, der tragbare Weihrauchbrenner und der Korallentopf, die der chinesischen Gelehrtenkultur entstammen.
Die Aufschrift in der Kartusche in der oberen linken Bildecke benennt den Dargestellten als Vanavasin, den 14. in einer Gruppe von 16 Rakan. Er soll ein indischer Schriftgelehrter gewesen sein, der sich als asketischer Einsiedler zurückzog, bis er dem Buddha begegnete. Aus der gleichen Bilderserie ist bisher keine weitere Darstellung bekannt.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst