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Ident. Nr.: I B 2568

ObjID: obj:187785

Details (Expert)

Beteiligte
Willi Rickmer Rickmers (1891),
Sammler*in
Geografische Bezüge
historische Bezeichnung: West-Turkestan,
Region
Material / Technik
Messing, Zinn, Lack
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 37 x 17,7 x 17,6 cm
Gewicht: 2,22 kg

Objektbeschreibung

Beschreibung im Katalog Sigrid Westphal-Hellbusch: "Metallgefäße aus Buchara" Abb. 98
Flasche
Der Fuß aus Messing ist 3mm stark gegossen. Höhe außen 2,5 cm, Höhe innen bis zur Bodenmitte 1 cm von der Standfläche aus. Die Außenseite wurde abgedreht, die untere Kante weist eine Schräge auf. Die durch den Guß entstandene Oberfläche ist innen nur stellenweise befeilt. Den Fuß lötete man weich an den Gefäßkörper. Das Unterteil wurde aus einer starkwandigen Zink-Blei-ZinnLegierung gedrückt. Das Oberteil aus demselben Material ist in derselben Weise geformt. Die Teile sind in 8-8,5 cm Höhe weich zusammen-gelötet.
Vier 6 cm hohe und 4,5 cm breite, gegossene, tulpenförmige Messingornamente sind in gleichem Abstand voneinander auf den Gefäßbauch aufgepaßt und weich aufgelötet.
In 20,5 cm Höhe am Übergang von Halsansatz zu Hals ist die aus Messing gegossene Halsmanschette aufgesetzt.
Der Hals wurde aus 2 langen, rechteckigen, dicken Platten gebogen. Er ist konisch geschmiedet und greift über den Halsansatz. Der Abschlußring über den Halsrand ist ein 1,7 cm breiter, konisch befeilter und geschabter Messingstreifen. Einen zusätzlichen Halt gibt eine Kupferniete, die durch Abschlußring und am Halsrand hindurchführend ein Scharnierteil aus Messing hält.
Die Oberflächen der Zinklegierung und des Messings sind mit gemeißelten Ornamenten und Figuren bedeckt.
An der Unterseite des Bauches sind in den Tiefen der Meißelung kleine Reste Asphalt. Zwei sich gegenüberliegende Messingornamente, die Ornamenttiefen des Halses und des Abschlußringes sind mit Asphalt geschwärzt. Die beiden anderen tulpenförmigen Messingornamente sind mit roter Paste aufgefüllt.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.