Glockenblumen im Mondlicht
Ident. Nr.: 2009-165
ObjID: obj:1877898
Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Späte Taishō- bis frühe Shōwa-Zeitca. 1920-1940
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Hängerolle, Tusche und Farbe auf Seide
- Abmessungen
- Bildmaß: 121,5 x 41,7 cm
- Erwerbung
- Schenkung 2009
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1877898
Objektbeschreibung
Kamisaka Sekka stammte aus einer Samurai-Familie in Kyoto. Anfänglich studierte er die dort sehr populäre Malerei der naturalistischen Maruyama-Shijō-Schule, befasste sich aber auch mit den Werken der als Rinpa bezeichneten Maltradition, deren Werke er auch sammelte. Wegen seiner stilistischen Anleihen bei Ogata Kōrin (1658–1716) gilt er als letzter Meister dieser Richtung im 20. Jahrhundert. Wie Kōrin verfügte Sekka außerdem über profunde Kenntnisse des Kunsthandwerks und schuf zahlreiche Vorlagen für Lacke und Keramiken.
Auf dieser schlichten, auf wenige Elemente reduzierten Komposition erblüht unter dem vollen Herbstmond ein Feld von weißen und blauen Glockenblumen (platycodon grandiflorum, campanula grandiflora), die zu den typischen "Sieben Herbstgräsern" gehören. Das in der Literatur viel besungene vollkommene Rund des von Wolken zart verschleierten Mondes wird noch als Steigerung seiner Perfektion empfunden und verleiht dieser dekorativen Naturimpression über die jahreszeitlichen Anklänge hinaus Züge einer idealisierten lyrischen Stimmungslandschaft.
[SM8HF]Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Asiatische Kunst
E-Mail:
aku@smb.spk-berlin.de