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Sattel (kura) mit Kirschblütendekor

Ident. Nr.: 4162

ObjID: obj:1878793

Details (Expert)

Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
dat. 1657
Geografische Bezüge
Abmessungen
Andere Maße: Höhe des Vorderzwiesel: 27,5 cm
Andere Maße: Höhe des Hinterzwiesel: 27,5 cm, Länge des Sitzes 37,8 cm

Objektbeschreibung

Der Sattel wurde aus vier Teilen zusammengesetzt. Die Außenseiten beider Trachten sowie die durchstoßenden Enden der Zwiesel zeigen Zweige mit Kirschblüten in Rotlackrelief auf Schwarzlackgrund. Die Innenseiten einschließlich der bogenförmigen Kanten (yamagata) sowie die Sitzflächen beider Zwiesel sind mit dem gleichen Dekormotiv versehen, jedoch in Lackmalerei, ergänzt durch grüne und gelbe Partien der Blätter und Stängel in der Technik des polierten Einstreubildes (togidashi makie).

Letzte Aktualisierung: 11.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Das rechte Bein untergeschlagen und das linke locker auf einen Lotossockel stützend, sitzt der in jugendlicher Mönchsgestalt auftretende Jizō Bosatsu in lässiger Halblotossitzhaltung und erhabener Frontalansicht auf einem Lotosthron mit doppelt gestuftem Sockel. Die Attribute, das Mönchsgewand, das wunschgewährende Juwel und der für Wandermönche typische Rasselstab, weisen auf die jüngere Ikonographie des Jizō Bosatsu hin, die seit Beginn der Kamakura-Zeit (1185–1333) in Japan beliebt war. Mit dem Aufkommen des Buddhismus des Reinen Landes in Japan im 12. Jahrhundert stieg auch die Popularität des Jizō Bosatsu als eine der wichtigsten buddhistischen Gottheiten. Er galt als der einzige Bosatsu, der nach dem Eingang des historischen Shaka Butsu ins Nirvana und bis zur Erscheinung des zukünftigen Miroku Butsu in der physischen Welt geblieben ist, um den Seelen bei ihrem Durchgang der sechs Existenebenen als Helfer beizustehen. Besonders im japanischen Volksglauben genießt Jizō Bosatsu bis heute große Beliebtheit als Schutzgottheit der KInder, der Schwachen und Hilflosen sowie der Reisenden. Der Blütendekor des doppelgestuften Sockels sowie die Behandlung der Gewandmuster mit feiner Goldmalerei auf grünem und rotem Pigmentgrund haben ihre Vorbilder in der chinesischen Song-zeitlichen buddhistischen Malerei. Der subtile Gesichtsausdruck und die delikate Malerei mit Goldfabe sind charakteristisch für die sakrale Bildkunst der späten Kamakura-Zeit. [SM8HF]