Kostümstudie einer Dame, nach links
Ident. Nr.: KdZ 2824
ObjID: obj:1882653
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Herstellung: 1650
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Kostümstudie einer Dame, nach linksFrauenfigur ohne Kopf, nach links
- Material / Technik
- Schwarze Kreide, Rötel
- Abmessungen
- Blattmaß: 31,5 x 18,0 cmWasserzeichenmaß: 58 x 50 mm
- Erwerbung
- Alter Bestand, vor 1878 erworben
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1882653
Objektbeschreibung
Diese Gewandstudie war wohl Teil der Vorarbeiten für das monumentale, über 7 Meter hohe und ebenso breite Gemälde Triumph des Prinzen Friedrich Heinrich von Nassau (1652) im "Oranjezaal" in Huis ten Bosch.
Der Oranjersaal wurde nach dem Tod von Friedrich Heinrich, Prinz von Oranien, im Jahr 1647 in Auftrag gegeben und zwischen 1648 und 1651 von Jacob van Campen unter der Leitung von Constantijn Huygens und Friedrich Heinrichs Witwe Amalia von Solms-Braunfels erbaut. Für die Ausstattung, welche die Taten und Tugenden des Prinzen feiern sollte, wurden die besten Künstler aus den Niederlanden beauftragt – sowohl aus dem Norden als auch aus dem Süden. Die insgesamt 31 Gemälde stammen unter anderem von Jacob Jordaens, Theodoor van Thulden, Salomon de Bray, Thomas Willeboirts Bosschaert, Jan Lievens, Pieter Soutman, Pieter de Grebber und Gerard van Honthorst. Die Idee, einen solchen Raum der Verehrung eines Landesfürsten zu widmen, geht auf Rubens' Medici-Zyklus (1621–1625) in Paris und die allegorischen Deckenmalereien im Banqueting House in Whitehall für Charles I. (1629–1636) in London zurück.
Eine zweite Gewandstudie befindet sich im Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig. Vielleicht griff Jordaens auch für andere Projekte auf diese Studie zurück, da sich beispielsweise eine ähnliche (aber durch die Herstellung seitenverkehrte) Figur in der Tapisserie Empfang einer Königin aus der Geschichte Karls des Großen (1665/66, Palazzo del Quirinale, Rom) nach Entwürfen von Jordaens wiederfindet.
Letzte Aktualisierung: 10.09.2026
Kontakt
Einrichtung:
Kupferstichkabinett
E-Mail:
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