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Teller mit Fischen

Ident. Nr.: 3355

ObjID: obj:1882669

Details (Expert)

Datierung
verbale Datierung: 7. Jahrhundert
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Ägypten,
Land/Region
Material / Technik
Roter Ton, bemalt
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 5 x 55 cm
Erwerbung
1902 als Geschenk von Freiherr Friedrich Wilhelm von Bissing erworben

Objektbeschreibung

Da der Nil für Ägypten als Lebensader eine wichtige Rolle spielte, wurden nilotische Tierund Pflanzendarstellungen besonders häufig auf Keramiken dargestellt. So auch auf dem vorliegenden Teller, der aus mehreren Stücken wieder zusammengesetzt wurde. Hier sind vier Fische scheinbar willkürlich angeordnet in das runde Mittelfeld gezeichnet. Zwei der Tiere folgen der Kreisform, ein drittes bewegt sich ihnen entgegengesetzt, während sich das vierte mitten in dem Kreis befindet. Dieser Fisch ist mit einem der anderen durch eine Art Kette verbunden, während zwei Fische an dem inneren von drei um das Mittelfeld herumlaufenden, ornamentalen Randstreifen angekettet zu sein scheinen. Es ist denkbar, dass diese Verkettungen auf den Fischfang hinweisen, der im Nil betrieben wurde.

Letzte Aktualisierung: 19.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Allegorie des Wahnsinns

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Die auf einem Segmentbogen lagernde Aktfigur eines kahlköpfigen, finster dreinblickenden Mannes scheint in einem Anfall von Wut mit weit geöffnetem Mund zu brüllen. Aufgrund seines unberechenbaren Temperaments sind die Hände an den Gelenken miteinander verkettet. Nicht nur der sanft geschwungene Giebel, auch die Komposition der darauf ausgestreckten Figur erinnert an Michelangelos lagernde, die Zeiten des Tages symbolisierende Gottheiten aus der Medici-Kapelle in San Lorenzo in Florenz. Insbesondere das Motiv des sich auf dem Unterarm stützenden Armes, der die Aufrichtung des Oberkörpers erlaubt, ist Michelangelos Figur des „Abends“ entlehnt.Das bei seiner Erwerbung 1908 zunächst noch Pietro Tacca (1577-1640) zugeschriebene Modell konnte inzwischen mit überzeugenden Argumenten dem dänischen und überwiegend in England tätigen Bildhauer Caius Gabriel Cibber zugewiesen werden. Die hier dargestelte Allegorie des Wahnsinns ist das Pendant zur Liegefigur der Melancholie, die der Bildhauer als Giebelfiguren für das Hauptportal des Royal Bethlem Hospitals in Moorfields schuf. Das 1247 in Bedlam, vor den Toren Londons gegründete Hospital war seit dem Ende des 14. Jahrhunderts ein Heim für Geisteskranke. Als die Stadt 1666 einem Brand weitgehend zum Opfer fiel, ließ man zwischen 1674 bis 1676 einen Neubau nach den Plänen des Architekten Robert Hooke (1635-1703) außerhalb der Stadt in Moorfields errichten, wofür Cibber schließlich die beiden lebensgroßen Liegefiguren in Stein schuf. Bei dem hier ausgestellten Werk handelt es sich um einen ersten künstlerischen Entwurf des Künstlers.