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Ident. Nr.: I B 3053

ObjID: obj:188878

Details (Expert)

Beteiligte
I. Turfan Expedition (August/November 1902 – März/Anf. April 1903),
Sammler*in
Material / Technik
Baumwolle; Gewebe (Kattun); Seide
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 12,5 x 17 x 17 cm
Umfang: 54 cm
Transportmaß: Transportmaß: siehe I B 1750 a Sammelverpackung cm
Gewicht: < 2 kg
Erwerbung
Zugang 1904

Objektbeschreibung

Frauenmütze im Haus getragen (capak bürk)
Material der Mütze: Baumwollköper, Baumwollstoff, Kattun; Material der Verzierung: Seide.
Die 4 Außenteile wurden nach dem Besticken mit den entsprechenden Innenteilen an den Seitenkanten rechts und links durch Vorstiche zusammengenäht, so dass nach dem Umkrempeln die bestickte Seite nach außen kam. Der Innenstoff ist durch Reisstärke etwas versteift. Die Muster der Mütze scheinen auf pflanzlichen Motiven zu beruhen, jedoch fällt es nicht schwer, in der oberen Figur noch einen Vogel mit hochgestellten Schwingen zu sehen, wobei die Spirale den Kopf und der Rhombus den Körper darstellen.

Veröffentlicht in "Mützen aus Zentralasien und Persien", Abb. 97.

Letzte Aktualisierung: 12.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.