Der Glücksgott Daikoku im Boot
Ident. Nr.: 1972-4
ObjID: obj:1890814
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Edo (Tokugawa)-Zeitfrühes 18. Jh.
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Hängerolle, Tusche und Farben auf Seide
- Abmessungen
- Bildmaß: 31,3 x 47,6 cmHöhe x Breite: 119,6 x 65,2 cm (Montierung)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1890814
Objektbeschreibung
Bei dem etwas ängstlich aber gütig dreinblickenden Fahrgast dieses Bootes handelt es sich um Daikoku, der im Volksglauben als Gottheit des Wohlstands verehrt und einer Gruppe von Sieben Glücksgöttern zugerechnet wird. Sein Reichtum wird hier durch die mit Reis – dem Hauptnahrungs- und Zahlungsmittel – gefüllten Ballen aus Reisstroh symbolisiert. Das in seiner Rechten gehaltene Attribut erinnert an die Hämmer, mit denen zu Neujahr Reis zerstampft wird, soll aber der Legende nach auch magische Kräfte verleihen. Ob das Boot auf die Schiffe von Kaufleuten anspielt, die ihren Reichtum durch den Umtausch der landwirtschaftlichen Einkünfte der Militäraristokratie in Münzgeld bezogen, oder aber auf das Schatzschiff der Sieben Glücksgötter, muss dahingestellt bleiben. Der Maler Kōrin entstammte einer Familie wohlhabender Textilhändler in Kyoto, soll aber das elterliche Vermögen verprasst haben. Daher musste er seinen Lebensunterhalt mit Malerei und dem Entwurf von Designmustern verdienen. Dieses Bild entstand wahrscheinlich für einen Auftraggeber aus der Kauf-mannsschicht.
Die Authentizität dieses Bildes ist umstritten. Sie wird aber durch eine Kastenaufschrift des Sakai Hōitsu (1761–1828) attestiert, der neben Tawaraya Sōtatsu und Kōrin als dritter Hauptvertreter der nach einer Silbe aus dem Namen des Letztgenannten als Rinpa bekannten Maltradition gilt.
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Asiatische Kunst
E-Mail:
aku@smb.spk-berlin.de