Schöne unter Kirschblüten
Ident. Nr.: 1974-10
ObjID: obj:1890969
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Asiatische Kunst
E-Mail:
aku@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Edo (Tokugawa)-Zeit1741-1750
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Hängerolle, Tusche und Farben auf Papier
- Abmessungen
- Bildmaß: 89,2 x 34,7 cmObjektmaß: 174 x 52,2 cm (Montierung)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1890969
Objektbeschreibung
Auf dem Stamm eines alten Kirschbaumes, dessen Äste sich wie ein Baldachin hinter ihr aufbauen, sitzt eine in einen karierten Kimono gekleidete Kurtisane. Sie raucht genüsslich an der langen, eleganten Pfeife (j. kiseru) aus Rotlack. Kaum wahrnehmbarer Rauch entströmt ihren kokett gespitzten Lippen. Auf dem Stamm stehen griffbereit die Rauchutensilien in einem Tragekorb aus Lack und Papier. Das Motiv der Schönen unter einem Kirschbaum verweist den Eingeweihten auf einen bestimmten Stadtteil der Hauptstadt Edo, nämlich das bekannte Vergnügungs- und Bordellviertel Yoshiwara. Ab 1741 ist der Brauch dokumentiert, die Hauptstraße des Viertels zur Zeit der Blüte mit eigens zu diesem Zweck herbeigeschafften Kirschbäumen zu schmücken. Die Kurtisanen flanierten dort in großer Robe und in Begleitung ihrer Dienerinnen unter den Bäumen oder stellten sich bei Einbruch der Dunkelheit im Licht von Laternen als “Blüten des Yoshiwara-Viertels“ zur Schau. Der Maler zählt zu den Torii-Meistern, die sich auf die Darstellung von Kabuki-Schauspielern und Kurtisanen spezialisierten.
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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Museum für Asiatische Kunst
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aku@smb.spk-berlin.de