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Krieger unter blühendem Kirschbaum

Ident. Nr.: 3581

ObjID: obj:1891073

Details (Expert)

Beteiligte
Kano Chikanobu 狩野周信 (1660 - 1728),
Maler*in
Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
frühes 18. Jh.
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Bildmaß: 69,8 x 34,1 cm
Objektmaß: 155 x 53 cm (Montierung)

Objektbeschreibung

In Literatur und Dichtkunst wird das Leben der Krieger und Militäraristokraten häufig mit der flüchtigen Existenz einer Kirschblüte verglichen, die selbst in voll erblühtem Zustand in der nächsten Windböe oder einem Regenschauer vergehen kann. Diese Thematik wird hier in einer Kombination aus blühenden Kirschzweigen und einem in elegante, farbenfrohe Gewänder mit Schulterpanzer, Helm und Fellschuhe gehüllten Krieger veranschaulicht. Er ist mit Langschwert und Bogen bewaffnet. Die elegante Erscheinung, jugendlichen Gesichtszüge und die geneigte, etwas introvertiert oder verträumt erscheinende Haltung des Kopfes verleihen seiner Gestalt das Aussehen verletzlicher Schönheit. Die geheimnisvolle, unbeständige Atmosphäre wird durch Transzendenz signalisierende, gestreute Goldpartikel und das durch merkwürdige Wolkenformen unklare räumliche Gefüge noch betont. Der Maler dieser Szene war der älteste Sohn des Malers Kano Tsunenobu (1636–1713) und stand wie sein Vater im Dienst der Shogune aus dem Hause Tokugawa.

Letzte Aktualisierung: 09.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Das rechte Bein untergeschlagen und das linke locker auf einen Lotossockel stützend, sitzt der in jugendlicher Mönchsgestalt auftretende Jizō Bosatsu in lässiger Halblotossitzhaltung und erhabener Frontalansicht auf einem Lotosthron mit doppelt gestuftem Sockel. Die Attribute, das Mönchsgewand, das wunschgewährende Juwel und der für Wandermönche typische Rasselstab, weisen auf die jüngere Ikonographie des Jizō Bosatsu hin, die seit Beginn der Kamakura-Zeit (1185–1333) in Japan beliebt war. Mit dem Aufkommen des Buddhismus des Reinen Landes in Japan im 12. Jahrhundert stieg auch die Popularität des Jizō Bosatsu als eine der wichtigsten buddhistischen Gottheiten. Er galt als der einzige Bosatsu, der nach dem Eingang des historischen Shaka Butsu ins Nirvana und bis zur Erscheinung des zukünftigen Miroku Butsu in der physischen Welt geblieben ist, um den Seelen bei ihrem Durchgang der sechs Existenebenen als Helfer beizustehen. Besonders im japanischen Volksglauben genießt Jizō Bosatsu bis heute große Beliebtheit als Schutzgottheit der KInder, der Schwachen und Hilflosen sowie der Reisenden. Der Blütendekor des doppelgestuften Sockels sowie die Behandlung der Gewandmuster mit feiner Goldmalerei auf grünem und rotem Pigmentgrund haben ihre Vorbilder in der chinesischen Song-zeitlichen buddhistischen Malerei. Der subtile Gesichtsausdruck und die delikate Malerei mit Goldfabe sind charakteristisch für die sakrale Bildkunst der späten Kamakura-Zeit. [SM8HF]