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Relief mit der Kreuzigung Christi, Mittelteil eines Triptychons

Ident. Nr.: 600

ObjID: obj:1892015

Details (Expert)

Datierung
verbale Datierung: 11. Jahrhundert
Material / Technik
Elfenbein mit Vergoldung
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 15,3 x 12 x 0,6 cm
Gewicht: 114,1 g
Erwerbung
1886 aus der Kunstkammer überwiesen

Objektbeschreibung

Christus ist an das Kreuz genagelt, sein Haupt neigt er nach seiner rechten Seite hin. Er trägt einen Lendenschurz. Seine Füße stehen auf einem Brett, unter dem der Ort, der Hügel Golgatha als kleine Erhebung angedeutet ist. Zu Seiten des Gekreuzigten stehen Maria und der Apostel Johannes. Maria weist mit der Hand auf ihren toten Sohn, Johannes hält ein Buch im Arm, beide haben trauernd den Kopf gesenkt. Die Kreuzigung wird von einem durchbrochenen Baldachin auf zwei Säulen überfangen, ein ahistorisches Element, durch das diese zentrale Szene des christlichen Heilsgeschehens überhöht wird. Zwei Engel in Halbfigur in den Ecken über dem Baldachin machen das Göttliche des Geschehens deutlich.

Letzte Aktualisierung: 24.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Allegorie des Wahnsinns

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Die auf einem Segmentbogen lagernde Aktfigur eines kahlköpfigen, finster dreinblickenden Mannes scheint in einem Anfall von Wut mit weit geöffnetem Mund zu brüllen. Aufgrund seines unberechenbaren Temperaments sind die Hände an den Gelenken miteinander verkettet. Nicht nur der sanft geschwungene Giebel, auch die Komposition der darauf ausgestreckten Figur erinnert an Michelangelos lagernde, die Zeiten des Tages symbolisierende Gottheiten aus der Medici-Kapelle in San Lorenzo in Florenz. Insbesondere das Motiv des sich auf dem Unterarm stützenden Armes, der die Aufrichtung des Oberkörpers erlaubt, ist Michelangelos Figur des „Abends“ entlehnt.Das bei seiner Erwerbung 1908 zunächst noch Pietro Tacca (1577-1640) zugeschriebene Modell konnte inzwischen mit überzeugenden Argumenten dem dänischen und überwiegend in England tätigen Bildhauer Caius Gabriel Cibber zugewiesen werden. Die hier dargestelte Allegorie des Wahnsinns ist das Pendant zur Liegefigur der Melancholie, die der Bildhauer als Giebelfiguren für das Hauptportal des Royal Bethlem Hospitals in Moorfields schuf. Das 1247 in Bedlam, vor den Toren Londons gegründete Hospital war seit dem Ende des 14. Jahrhunderts ein Heim für Geisteskranke. Als die Stadt 1666 einem Brand weitgehend zum Opfer fiel, ließ man zwischen 1674 bis 1676 einen Neubau nach den Plänen des Architekten Robert Hooke (1635-1703) außerhalb der Stadt in Moorfields errichten, wofür Cibber schließlich die beiden lebensgroßen Liegefiguren in Stein schuf. Bei dem hier ausgestellten Werk handelt es sich um einen ersten künstlerischen Entwurf des Künstlers.