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Stehende Muttergottes mit Kind

Ident. Nr.: AE 349

ObjID: obj:1904408

Details (Expert)

Datierung
nach 1410
Abmessungen
Höhe x Breite: 45,3 x 19 cm

Objektbeschreibung

Die Figur der im Kontrapost stehenden Muttergottes mit ihrer voluminösen, stark plastisch wirkenden Gewandhülle und der großen Krone ähnelt zahlreichen im frühen 15. Jahrhundert im Rheinland und in Westfalen entstandenen Bildwerken und Tafelgemälden, wie zum Beispiel der "Madonna mit der Wickenblüte" im Kölner Wallraf-Richartz-Museum. Mehrere erneuerte Scheiben in den Randbereichen erschweren die Erschließung des ursprünglichen Zusammenhangs des 1914 aus dem Hannoveraner Kunsthandel für das frühere Deutsche Museum erworbenen Glasgemäldes. LL
CVMA 98695

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa