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"Schreibtafel" mit Stift aus dem Pommerschen Kunstschrank

Ident. Nr.: P 2 a,b

ObjID: obj:1909592

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Gabriel Mehlführer (1581-nach Juli 1647),
Buchbinder*in
zugeschrieben: Matthias Walbaum (1554-1632),
Goldschmied*in
Datierung
vor 1617
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: Bucheinband 11 x 9,3 x 4 cm
Länge: Stift 10,5 cm

Objektbeschreibung

Der samtbezogene Einband ist vorn und auf der Rückseite gleichartig mit silbernen Ornamenten beschlagen. Im Zentrum silbervergoldete Kartusche mit gestochenem Wappen, auf der Vorderseite von Pommern, rückseitig von Schleswig-Holstein. Eckbeschläge und Zierschließen sind aus reichem Schweifwerk mit Puttenköpfen, Fruchtbündeln und Hermen gebildet. Die Beschläge sind nicht gemarkt.
Im vorderen Deckel Vorsatz aus Büttenpapier, weiß-blau-rosa marmoriert. Ähnliches Papier nach der ersten Lage von Pergament und doppelseitig verklebt nochmals vor dem rückseitigen Deckel. Vorwiegend starkes Blau. Die Innenseite des hinteren Deckels mit leuchtend rotem Papier bezogen. Es zeigt in Goldpressung ein zentralsymmetrisches Schmuckmotiv aus Spiralranken mit vier offenen und vier geschlossenen fleischigen Blüten, oben und unten von Randleisten aus affrontierten Vogelpaaren zu Seiten einer Vase begrenzt. In der Mitte ist eine kleine Klappe eingeschnitten, die beim Öffnen ein schmuckloses rechteckiges Spiegelchen freigibt. Im vorderen Deckel liegt in einer Vertiefung ein flacher spitzkonischer Silberstift mit Dreipaß am Ende, der mit einem Miniatur-Vorreiber in seiner Position gehalten wird.
unbezeichnet

Lit.: Julius Lessing / Adolf Brüning: Der Pommersche Kunstschrank im Königlichen Kunstgewerbe-Museum, Berlin 1905, S. 39, Nr. P 2.
Barbara Mundt: Der Pommersche Kunstschrank des Augsburger Unternehmers Philipp Hainhofer für den gelehrten Herzog Philipp II. von Pommern, München 2009, S. 202, Nr. P 2, S. 217f., Nr. P 2.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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