Logo

Ident. Nr.: I. 3576

ObjID: obj:1910843

Details (Expert)

Datierung
13. Jahrhundert
Datierung engl.: 13th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Herkunft (Allgemein): Syrien,
Land
Abmessungen
Höhe: 36,2 cm
Durchmesser: 20,5 cm
Durchmesser: 11 cm Rand
Durchmesser: 14,6 cm Fuß
Breite: 29 cm
Gewicht: 1153 g

Objektbeschreibung

Getriebene Kanne aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem und silbertauschiertem Dekor. Die bauchige Kanne steht auf einem schmalen, zwischen zwei Profilen einziehenden Fuß. Der lange, sich weitende Hals mit Klappdeckel sitzt auf einer plastischen Blütenform. Entlang der größten Ausbauchung ist eine Folge von Arkadenbögen. Darüber liegt auf der Schulter ein breiter Schriftfries, der von einem Flechtband gebildet und von zwei figürlichen Medaillons mit einem Flöten- und einem Tamburinspieler sowie dem Henkel- und Ausgussaufsatz unterbrochen wird. Weitere Inschriften mit allgemeinen Segenswünschen laufen um den Hals und auf der unteren Kannenwandung. Hierauf liegen vier Rundmedaillons mit kompliziertem Flechtbandmotiv, die genau versetzt zu denen der Kannenschulter angeordnet sind. Die gebogene Tülle mit ihrem an einen Vogelkopf erinnernden Ausguss ist wohl später hinzugefügt worden. Der Henkel fehlt.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder auch Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.