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Ident. Nr.: I. 8549

ObjID: obj:1912804

Credit: Islamica Collection Heinrich Foss

Details (Expert)

Datierung
16./17. Jahrhundert
Datierung engl.: 16th - 17th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Abmessungen
Länge: 11,9 cm
Durchmesser: 1,4 cm
Gewicht: 4,3 g

Objektbeschreibung

Gegossener Löffel aus Silber mit graviertem/ziseliertem und durchbrochenem Dekor. Der kleine Löffel hat einen Stiel mit quadratischem Querschnitt, der bis etwa zur Hälfte mit Rautenmuster verziert ist. Er ist mehrfach profiliert und endet in einer pfeilförmigen Spitze. Der Ansatz zur Löffelschale ist als herzförmige, durchbrochene Verzierung gearbeitet. Der Löffel wurde zusammen mit dem Schreibkasten I. 8541, dem Tintenfass I. und dem Spachtel I. erworben und könnte zum Anrühren des Tintenpulvers gedient haben.
(ISLAMICA COLLECTION HEINRICH FOSS)

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.