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Hl. Christophorus

Ident. Nr.: Derschau 010

ObjID: obj:1921263

Details (Expert)

Beteiligte
Nachfolge: Hans Sebald Beham (1500 - 1550),
Vorlagenkünstler*in
Datierung
Herstellung: 1528
Provenienz
Hans Albrecht von Derschau (1755-1824),
1780–1807
Rudolf Zacharias Becker (1752-1822) und Hans Albrecht Derschau (1755-1824),
1807–1822
Friedrich Gottlieb Becker (1792-1865),
1824–1844
Kauf: König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795-1861),
1844
Material / Technik
Druckstock aus Laubholz
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 31 x 21,8 x 2,1 cm
Erwerbung
1844 von König Friedrich Wilhelm IV. als Schenkung erworben

Objektbeschreibung

In Bereichen mit dichtem Motiv wurden die Zwischenräume nur so tief ausgehoben, dass sie sich nicht mit Druckfarbe zusetzten. Größere Leerstellen wurden mit dem Hohleisen tiefer geschnitten, sodass beim Drucken das Papier hier keinesfalls die Form berührte.

Letzte Aktualisierung: 06.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Der Petersfriedhof in Salzburg

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Zwei mehrwöchige Salzburger Aufenthalte wurden für Ferdinand Olivier in den Jahren 1815 und 1817 zum künstlerischen Schlüsselerlebnis. Wie auch die anderen deutschen Maler seines Wiener Umkreises, die in diesen Jahren die Landschaft des Salzkammergutes entdeckten, fand er hier zu seiner gültigen Landschaftsauffassung. In zahlreichen, zum Teil erst nach seiner Rückkehr in Wien ausgeführten Blättern verbindet er die Motive der Stadt und der Bergwelt zu kunstvollen Kompositionen, Höhepunkte seiner Zeichenkunst.Schon beim ersten Aufenthalt faszinierte ihn der Petersfriedhof, häufiges Motiv bei der romantischen Entdeckung Salzburgs. Er stellte ihn mehrfach in ganz verschiedenen Jahr 1816 datiert eine Bleistiftzeichnung von seiner Hand (Kupferstichkabinett, Dresden; Ludwig Grote: Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik, Berlin 1938, Abb. 136), die er mit geringen Unterschieden zweimal wiederholt: durch eine Bleistift- und Rötelzeichnung (Staatliche Galerie, Dessau) und die vorliegende Federzeichnung. Sie wird als unmittelbare Vorarbeit für die Lithographie des Sonnabend-Blattes der Folge »Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden, geordnet nach sieben Tagen der Woche« gedient haben (vgl. Grote 1938, Abb. 137). Die Resonanz, die seine Zeichnungen von Salzburg und Folge von Lithographien in Wien auszuführen. Sie erschien 1823. Die Ansicht zeigt den Petersfriedhof mit dem Blick auf die frühbarocke Arkaden-Reihe und die sich darüber erhebende Nagelfluh-Wand zwischen Mönchsberg und Festungsberg mit der Maximin- und Gertrauden-Kapelle sowie den frühchristlichen Katakomben. Rechts erhebt sich die spätgotische Margarethen-Kapelle. Der Friedhof mit seinen Gräbern und Kreuzen, die Kapellen, schließlich der Begräbniszug im Hintergrund entlang der Arkaden: das alles sind neben der Freude am Motiv auch Aufforderungen des romantischen Künstlers, der Vergänglichkeit des Menschen stets gegenwärtig zu sein.Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 369, Nr. VII.15 (mit weiterer Literatur)