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Ident. Nr.: I. 38/68

ObjID: obj:1923632

Details (Expert)

Datierung
2. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd century
Dynastie: Parther
Dynastie - engl.: Parthians
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Material / Technik
Gold, getrieben, filigran, granuliert
Abmessungen
Höhe: 5 cm
Durchmesser: 2,1 cm
Gewicht: 11,3 g

Objektbeschreibung

Getriebener Ohrring aus Gold mit granuliertem, gelötetem und durchbrochenem Dekor. Der Ohrring hat die Form einer dreihenkeligen Amphora, deren Körper durchbrochen gearbeitet ist. Alle Öffnungen sind von Granalien eingefasst und betont; auch die schmalen Henkel und zahlreiche weitere Details sind granuliert. Auf dem Bauch sind drei Reihen Kordeldraht übereinander und gegenläufig in einer Art Flechtbandimitation aufgelegt. Direkt darunter sind acht Ösen befestigt, in die kleine Ringe mit Goldkugeln eingehängt sind. Die ursprünglich darunter befestigten Perlen – echte Perlen oder Edelstein – fehlen heute. Auch der Boden des winzigen Gefäßes weist eine Öse und Reste eines Golddrahtes auf, dessen aufgesteckter Perlenschmuck ebenfalls verloren ist.

Letzte Aktualisierung: 24.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.