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Ident. Nr.: I. 6/61

ObjID: obj:1936615

Details (Expert)

Datierung
11./12. Jahrhundert
Datierung engl.: 11th - 12th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Region
Material / Technik
Steatit, geschnitten, geritzt, durchbohrt
Abmessungen
Höhe: 6,5 cm
Breite: 4,5 cm
Tiefe: 1 cm

Objektbeschreibung

Trapezförmige Gussform aus Steatit. In die Vorderseite sind zwei Gussformen für halbmondförmige Ohrringe eingetieft. Beide Ohrringe haben einen fast kreisförmigen Bügel mit einer Öse an einer Seite und einem Haken als Verschluss. Die Halbmonde sind mit Perlbändern und Gittermuster verziert. Die beiden Gusskanäle laufen zum Rand hin zusammen. Auf der Rückseite sind größere Rankenornamente mit Gabelblättern und Palmetten eingeschnitten. Zahlreiche Kratzer und Beschädigungen sowie zwei Bohrungen für die Passstiftes sind erkennbar.

Letzte Aktualisierung: 07.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.